In den letzten Wochen begleitet mich folgender Gedanke:
Ich sitze mit Menschen zusammen, wir unterhalten uns, erzählen voneinander und irgendwann gehe ich nach Hause und denke:
Irgendwie spannend ...
Manchmal habe ich unglaublich viel über den anderen erfahren. Und gleichzeitig fast nichts von mir erzählt. Nicht, weil ich nichts zu erzählen gehabt hätte. Sondern weil kaum Fragen kamen.
Dieser Gedanke beschäftigt mich. Ich habe mich gefragt. Nachgedacht:
Warum fragen die Menschen nicht? Das fühlt sich irgendwie eng an.
Wie unterschiedlich zeigen Menschen eigentlich Interesse? Das macht sofort auf. Da entsteht Neugier. Da entsteht sogar Freude.
Alle diese Menschen wollen wahrscheinlich Verbindung. Sie sprechen sie einfach unterschiedlich.
Der eine fragt.
Der andere erzählt.
Der dritte hilft.
Der vierte schweigt.
Der fünfte hört zu.
Der sechste merkt sich alles.
Der siebte bringt dich zum Lachen.
Ich gehöre zu den Fragestellern. Weil mich Menschen interessieren. Ich möchte wissen, was sie bewegt. Was sie begeistert. Was sie beschäftigt.
Und manchmal wünsche ich mir, dass andere genauso neugierig auf mich sind.
Vielleicht gehe ich künftig gar nicht mehr mit der Erwartung in ein Gespräch:
"Fragt mich jemand?"
Sondern mit der Neugier:
"Ich bin gespannt, wie dieser Mensch Verbindung lebt."
Allein dieser Perspektivwechsel macht das Leben leichter und gibt mehr Raum. Menschen zeigen vielleicht viel öfter Interesse, als wir auf den ersten Blick glauben.
… und ein bisschen von all diesen Rollen stecken wahrscheinlich auch in mir. Und das ist der Anfang für eine neue Sichtweise.
Was denkst du darüber?