Heute geht es um ein Thema, das uns allen immer wieder begegnet.
Trigger.
Diese Momente, in denen plötzlich etwas in uns hochgeht und etwas auslöst.
Ein Satz. Ein Blick. Eine Situation.
Und zack – innerlich sind wir schon mitten in einer Reaktion.
Manchmal ist es Ärger. Manchmal Verletzung. Manchmal Wut
Manchmal einfach ein Gefühl von:
„Warum trifft mich das jetzt so?“
Ganz ehrlich: Getriggert zu werden kann sich ziemlich anstrengend anfühlen oder sein.
Doch mit der Zeit habe ich gemerkt: Ein Trigger kann nur etwas auslösen, wenn er irgendwo in mir einen Punkt berührt. Wenn er etwas in Bewegung bringt.
Und genau da hat für mich das Bewusstsein für meine Persönlichkeitsentwicklung begonnen.
Ich selbst bin schon seit Jahren in unterschiedlichen Bereichen auf dieser Reise unterwegs.
Nicht, weil ich irgendwann beschlossen habe: „Jetzt entwickle ich mich.“
Sondern eher, weil ich gemerkt habe, dass das Leben immer wieder Situationen bringt, die mich zum Hinschauen einladen. Auf verschiedenen Wegen. Und ich mehr wissen wollte, was dahinter ist!
Etwas, das für mich sehr kraftvoll war, war die Begegnung mit Körper- und Energiearbeit.
Plötzlich ging es nicht mehr nur darum, Dinge zu verstehen oder zu analysieren.
Sondern zu fühlen.
Denn unser Kopf ist oft sehr schnell mit Erklärungen. Er will verstehen, einordnen, Lösungen finden. Antworten haben.
Aber unser Körper und unsere Seele funktionieren manchmal anders.
Auch die systemischen Aufstellungen haben mir einen neuen Blick eröffnet. Sie zeigen Zusammenhänge, die wir mit dem Verstand nicht immer sofort erklären können. Dinge, die vielleicht schon lange in uns wirken – ohne dass wir sie bewusst wahrgenommen haben. Und manchmal passt das, was wir dort sehen oder fühlen, nicht ganz zu dem Bild, das wir im Kopf über uns selbst haben.
Das kann irritierend und zugleich unglaublich spannend sein. Ich finde, dass genau dort oft eine tiefere Form von Entwicklung beginnt.
Vielleicht begegnet dir heute oder in den nächsten Tagen ein Moment, der dich triggert.
Und bevor du dich vielleicht ärgerst - erinnerst du dich dann kurz an diese Frage:
Was will mir dieser Moment gerade zeigen?