Hallo, 3 Uhr morgens

Es ist wieder einer dieser Nächte, in denen meine innere Organuhr offenbar ihr eigenes Programm fährt. Ich liege wach, und irgendwo zwischen Verzweiflung und Resignation fange ich an, mir Beschäftigungen zu suchen: ein bisschen lesen, vielleicht sogar Wäsche zusammenlegen, einfach irgendetwas, das mich davon ablenkt, dass mein Kopf nicht zur Ruhe findet.

Manchmal denke ich, Mütter würden wahrscheinlich gern mit mir tauschen.

Und dann ist da dieses Gefühl: wach sein, obwohl man müde ist, während die Gedanken kreisen wie ein Karussell, das nicht anhalten will. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich aus meinen intensiven Träumen geweckt werde.

Meine Lösung? Ganz einfach: Ich nehme’s, wie’s kommt. Irgendwann habe ich beschlossen, meinem Unterbewusstsein zu vertrauen – das scheint ohnehin sein eigenes Nachtprogramm zu fahren. Offenbar bin ich einfach eine Lärche: früh müde, früh wach, und morgens schon erstaunlich aktiv, während andere noch mit ihrem Wecker verhandeln.

Seit ich das akzeptiere, bin ich viel entspannter. Kein Kampf mehr gegen die Uhr, kein Grübeln darüber, „warum jetzt schon wieder“. Ich sehe es inzwischen als Geschenk: wach sein, wenn die Welt schläft, und Zeit nur für mich zu haben. Eine Art nächtlicher VIP-Zugang – exklusiv, ruhig und völlig stressfrei.