Heute spreche ich über ein Thema das vielleicht auch dich beschäftigt – manchmal bewusst, manchmal leise im Unterbewusstsein: Wahrheit. Welche Wahrheit ist die wahre?
Wenn wir miteinander sprechen, tun wir selten nur das, was oberflächlich passiert: Worte austauschen. In Wirklichkeit treffen ganze Lebensgeschichten aufeinander. Erfahrungen, Verletzungen, Hoffnungen. Und jedes Argument, das wir formulieren, trägt ein Stück unserer Vergangenheit in sich – ob wir das wollen oder nicht. Doch warum wollen wir eigentlich gehört werden? Warum ringen wir in Gesprächen so oft um unsere Wahrheit? Suchen wir Bestätigung? Anerkennung? Wünschen wir uns Nähe, Zugehörigkeit, Verständnis oder gehört zu werden? Oder geht es manchmal schlicht darum, nicht allein mit unserer Sicht zu sein?
Es wäre schön, wenn wir im Gespräch weniger kämpfen müssten – und mehr erkunden und uns gegenseitig bereichern dürften. Nicht: „Wer hat Recht?“ Sondern: „Was macht diese Sicht für dich wahr?“ Nicht: „Wie bringe ich dich auf meine Seite?“ Sondern: „Was kann ich durch dich über mich selbst verstehen und lernen?“
Ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, dass jede Wahrheit ihre eigene Gültigkeit hat. Wenn ich bei mir bleibe und in mich höre - spüre ich klar, was sich für mich wahr und richtig anfühlt.